Zuchtgedanke & Rassebeschreibungen

In der Prägehölle!


Welpenprägung, ein großes Wort, dass in der Leute Köpfen herumschwirrt und offenbar dort immer öfter gegen ein paar Hirnwindungen stößt und Schaden anrichtet, anders kann ich mir die Auswüchse, die das Thema zurzeit hervorbringt, nicht mehr erklären.

Aber fangen wir am Anfang an.  Prägung soll dem Welpen das Handwerkszeug für sein späteres Leben geben. Die Erfahrungen in der frühesten Lebensphase sollen den Kleinen helfen später möglichst stress- und angstfrei durchs Leben zu gehen.

Doch bei immer mehr Züchtern scheint das Thema Prägung Amok zu laufen und auch Welpenkäufer haben immer abstrusere Ideen, was zu einer „guten Prägung“ gehört und was ein Welpe in den ersten acht Wochen beim Züchter erlebt haben muss, um auf die Welt vorbereitet zu sein.

Sieht man sich im Internet um, findet man unzählige Listen und Anleitungen, was Welpe erlebt haben muss, bis zum Auszug und man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus…

Beispiele gefällig?

Auf vielen „Beratungsseiten“ von Tierheilpraktikern und Hundetrainern kann man sich Listen ausdrucken, die man abarbeiten kann, um die Welpen richtig vorzubereiten und da ist man weit, weit entfernt von ein paar Brettern zum Klettern und Spielzeug im Garten.

Prägung auf fremde Hunde aller Größen und Körperformen, Prägung auf alle möglichen Tiere von Meerschweinchen bis Kuh, verschiedene Menschen von Säugling über Rollstuhlfahrer bis Mann in Uniform, verschiedenste Fahrzeuge, das Erleben von „Alltagssituationen“ von Spazierengehen im Regen, über Besuch im Baumarkt oder auf der Baustelle bis Besuch vom Volksfest …. Für alle die es vergessen haben sollten, wir sind hier immer noch bei einer Liste, die idealerweise beim Züchter oder innerhalb der ersten zwei bis vier Wochen nach dem Einzug abgearbeitet werden soll!

Die Liste einer Hundetrainierin, die ich hier mal Beispielhaft herangezogen habe, umfasst 109 Punkte und den Hinweis, je mehr dieser Punkte der Welpe innerhalb der ersten 12 Wochen erlebt und gesehen hat und je öfter, desto entspannter wird es später für den Hundehalter laufen, denn in den ersten 12 Wochen seien Welpen enorm aufnahmefähig und würden es fürs spätere Leben als normal ansehen und nicht darauf reagieren.


Und leider glauben immer mehr Welpenkäufer an solche Aussagen und schleifen ihren Welpen durch die Prägehölle, ohne zu ahnen, was sie ihrem Vierbeiner damit antun. Auch immer mehr Züchter springen leider auf den „mehr ist immer besser“ Zug auf und überfluten ihre Welpen von dem tag an dem sie die Augen auf machen (teils schon vorher) mit Reizen, eindrücken und Aufgaben, um sie möglichst „wesensfest“ zu machen und gut vorzubereiten.

Die Welpen werden nach Stundenplan durch die Erfahrungen gedrillt und weil man ja etwas Besonderes und Tolles haben/machen will, setzt man noch einen drauf, um aus der Masse hervorzustechen und fährt dann schon mal mit der versammelten sechs Wochen alten Mannschaft zum Flughafen, um unter Beweis zu stellen, dass man ganz besondere Hunde hat und alles für diese tut.

Viele klatschen Applaus, überschlagen sich vor Begeisterung und loben das Engagement des Züchters, während die anderen entsetzt danebenstehen und sich nur die Hand vor die Stirn schlagen können.

Wieso?

Weil Prägung kein Wettlauf zu neuen Trends sein sollte.

Abgesehen von den enormen Infektionsrisken, die man eingeht, wenn man kleine Welpen durch die Weltgeschichte zerrt, um ihnen möglichst alles zu zeigen, sollte man nicht vergessen, dass auch Welpen ein Stressempfinden haben und das Konzept „so viele eindrücke wie möglich“ auch sehr schnell nach hinten losgehen können.

Begegnungen mit fremden Hunden können negativ verlaufen und zu glauben, der Welpe würde alles positiv verknüpfen, was er in den ersten Wochen gesehen hat, ist auch ein Trugschluss. Wer also durch die seitenlangen Prägelisten hetzt, im Glauben, damit den perfekt vorbereiteten Hund zu schaffen, wird wohl eher einen Dauerkunden für die Hundeschulen, die diese Listen erstellt haben, heranziehen.

In der Prägung geht es nicht darum, möglichst viele Häkchen auf eine Liste zu machen, sondern den Welpen dosiert mit Veränderungen zu konfrontieren und ihn in Ruhe lernen zu lassen, damit umzugehen.

Wesensstärke kommt nicht von frühen Begegnungen mit einem Presslufthammer, einer Geräusch CD oder Ausflügen in den Baumarkt, sondern in erster Linie aus der Genetik. Wenn jemand erzählt, seine Hunde bräuchten eine derart ausufernde Prägung, um auf das Leben da draußen vorbereitet zu sein, sollte man sich Gedanken machen, was bei der Auswahl der Elterntiere wohl schiefgelaufen ist. Bei normalen Hunden reicht es vollkommen aus, dass sie in Familie, Haus und Garten aufwachsen, damit sie zu psychisch gesunden und stabilen Hunden heranwachsen. Braucht der Welpe dafür ein Prägeprogramm mit vier dutzend Punkten, dann ist etwas schiefgelaufen.


Man kann nur beten und hoffen, dass der Aktionismus rund um das Thema Prägung schnell wieder abebbt und sich Züchter, wie Welpenkäufer wieder mehr auf die Basiswerte in der Aufzucht besinnen und die Welpen nicht durch eine Prägehölle mit hundert Kreisen schleifen, im guten Glauben, dass der Dauerstress den Kleinen irgendeinen Nutzen bringen wird.



Stammbaum / Papiere

Wer ohne Papiere züchtet wir oft als Vermehrer abgestempelt, aber ein Blick in die einzelnen Zuchtstätten zeigt, das hat damit gar nichts zu tun. Ein guter Züchter nimmt sich nicht nur viel Zeit für eine tolle Homepage, sondern auch für jeden einzelnen Interessenten. Es gilt abzuwägen ob die neuen Besitzer sich das gut überlegt haben und sich bewusst sind was sie sich anschaffen. Wenn sie also auf ihre Anfrage einfach einen Welpen kriegen, ist das sicher nicht seriös. Die Aufzucht ist mit viel Zeit und Herzblut verbunden, ein Welpe der nicht mitten in der Familie aufwächst, verpasst viel lernenswertes. Möchten sie einen gesunden Hund der viele schöne Jahre mit ihnen verbringen kann? Dann nehmen sie sich die Zeit und schauen Züchter und Zuchtstätte an!

Schönheit und Leistung lesen sie so oft bei Züchtern in grossen Vereinen, aber wo bleibt da die Gesundheit? Schauen sie gut hin bei Ausstellungen! Es ist nur Show dass die Hunde auf Gesundheit untersucht werden, das beste Beispiel ist der Deutsche Schäferhund der immer noch hinten runter gezüchtet wird. Oder der Mops der immer noch nicht atmen kann. Dies alles ist das Werk von Vereinen die auf Schönheit und Leistung Wert legen. Was also bringen diese Papiere wenn sie einen kranken Hund haben?

In der Schweiz ist die Rasse Windsprite und Silken Windhound nicht anerkannt, was auch gut ist, denn der Genpool ist noch viel zu klein. Es gibt ein paar Vereine in der Schweiz, zum Teil mit gerade mal einem aktiven Züchter und es werden wertlose Papiere gedruckt. In Deutschland kriegen sie vom DWZRV Papiere, aber dort ist der Genpool so klein, dass wieder CEA & MDR1 -/- gezüchtet werden. Ein riesen Rückschritt für die Rasse.

Ich bin kein Fan von Ausstellungen und ich möchte meine Hunde dort auch nicht sehen. Um dies zu verhindern kriegen die Nachkommen aus meiner Zucht keinen Stammbaum, damit erlischt das Interesse von anderen Züchtern an meinen Hunden. Was nicht heisst, dass mir die Gesundheit nicht am Herzen liegt! Von allen meinen Hunden sind mir die Vorfahren bekannt und alle meine Zuchthunde sind MDR1 und CEA getestet. Inzucht und -/- (MDR1 und CEA) Hunde gibt es bei mir nicht. Körperbau, Charakter und viele Gesundheitliche Aspekte gilt es zu beachten bevor verpaart wird.

Mein Zuchtziel sind gesunde, lebensfrohe Familienhunde!

Silken Windsprite

Langhaar Whippet

In Amerika hies die Rasse longhaired Whippet, wurde aber mit diesem Namen nicht anerkannt weil es einfach kein langhaariger Whippet ist. In Deutschland ist die Rasse unter Silken Windsprite bekannt, was zu verwechslung mit dem Silken Windhound führt. Amerika hat seinen Namen nun offiziell in Windsprite geändert.

Ob langhaar Whippet, Silken Windsprite oder Windsprite, es ist alles das selbe!

Der langhaar Whippet, Windsprite oder Silken Windsprite stammt aus der USA und ist Ursprünglich die Mischung aus Whippet und Sheltie. In Europa werden sie immer mehr gezüchetet, ihre Bekanntheit steigt und sie werden immer beliebter. Da sie mit weniger Hetztrieb ausgestattet sind als andere Windhunderassen, kann man sie bei liebevoller Erziehung im freien Gelände ohne Leine laufen lassen. Sie haben eine sehr starke Bindung zu ihren Menschen, der ihnen nicht verweigert werden darf. Die Hunde sind freundlich und gesellig und eignen sich als unkomplizierte Familienhunde. Ihre Ruhe macht sie zu Idealen Begleithunden, die kinderfreundlich sind und die Gesellschaft von Jung und Alt lieben.

Kurzhaar / Langhaar

Sie wundern sich bestimmt, wie man eine langhaarige Rasse züchten kann und dann kurzhaarige Hunde hat. Die Windsprite sind noch sehr jung und um Inzucht zu vermeiden, wird immer mal wieder ein Whippet eingekreuzt, diesen Wurf nennt man F1 und alle Welpen sind kurzhaarig. Kaum ein Züchter will so einen F1 haben, sie warten lieber auf die Nachkommen daraus und alle möchten dann die langhaarigen. Der sogenannte F2 Wurf ist nämlich gemischt (langhaarige und kurzhaarige Welpen).

Ob nun ein langhaariger oder kurzhaariger, das ändert am Grundcharakter nichts und die kurzhaarigen sind im Körperbau und Fell auch gut zu unterscheiden vom Whippet. Ihr Fell ist deutlich länger als beim Whippet und sie haben eine "sanfte" Ausstrahlung.

Der kurzhaarige Windsprite wird auch immer beliebter, nicht jeder ist begeistert von langhaarigen Hunden.

Bei vielen Züchtern wird leider der kurzhaarige als "weniger Wert" betrachtet und so habe ich beschlossen, meinen eigenen Weg zu gehen.

Barsoi

Der beinahe aristokratisch wirkende Barsoi ist entgegen seinem ersten Eindruck, den er einem vermittelt, ein gelehriger, treuer sowie liebenswerter Hund, der sich gut als Familienhund eignet. Er ist keineswegs hektisch, sondern strahlt vielmehr Ruhe und Gelassenheit aus. Er ist mutig und unerschrocken, wenn es darauf ankommt. Fremden gegenüber übt er zunächst Zurückhaltung, und auch anderen Hunden begegnet er mit einem gewissen Misstrauen. Der Barsoi sollte eher in einem Haus mit Garten gehalten werden, auf jeden Fall benötigt er genügend Bewegungsfreiheit, was schon aufgrund seiner Körpergröße nur in einem größeren Umfeld gut möglich ist. Dies gilt es unbedingt zu berücksichtigen, wenn man einen Hund kaufen möchte. Er eignet sich keinesfalls für die reine Zwingerhaltung. Man darf nicht außer Acht lassen, dass der Russische Windhund von Haus aus ein Vollblutjagdhund ist. Das macht sich vor allem dann unangenehm bemerkbar, wenn man ihn von der Leine los macht und er „flüchtet“. Da er eine enorm gute Sehkraft hat und von großer Schnelligkeit ist, kann es vorkommen, dass er beim Spaziergang so manchen Hasen entdeckt, dem er nachstellt. Bei guter Hundeerziehung sollte er aber sofort wieder zurückkehren.

Silken Windhound

Der Silken Windhound geht auf eine Kreuzung zwischen Langhaar Whippets, Whippets und Barsois zurück, die von der Erstzüchterin ursprünglich als Silken Windsprite bezeichnet wurden. Windsprite war allerdings auch der Zuchtname des Erstzüchter des Longhaired Whippet, so dass die Verwendung dieses Namens als Bestandteil des Rassenamens der neuen Rasse juristisch verboten wurde. 1998 erfolgte die Umbenennung in Silken Windhound.  Im deutschen Sprachraum wird die Bezeichnung Silken Windsprite heute von einigen Züchtern für den Langhaar Whippet verwendet.

Der Silken Windhound ist ein kleiner bis mittelgroßer Windhund mit einem mäßig langen Haarkleid, der einem kleinen Barsoi ähnelt. Die Schulterhöhe beträgt 47 bis 60 cm. Schulterhöhe und Körperlänge bilden ungefähr ein Quadrat. Alle Farben und Abzeichen sind zulässig. (Textkopie Wikipedia)

Windhunde

eine Seele auf vier Pfoten

Sie sind schneller als ein Hase, sehen ähnlich aus wie Rehe und schlafen am liebsten auf dem Sofa: Windhunde und Windhundmischling.

Es gibt viele wunderbare Hunde, und für die meisten ist der Eigene sowieso der schönste. Und doch fällt die Gruppe der schlanken Windhunde mit ihren langen Fängen, den elegnaten Bewegungen und ihrem sanften Wesen ganz besonders auf. Wer sich schon für einen Windhund entschieden hat, kann es bestätigen: Alles was man so über normale Hunde hört, trifft auf Windhunde eher weniger zu. Stimmt! Windhunde sind einfach anders. Die meisten von ihnen sind sanftmütig, kinderfreundlich und pflegeleicht - liebenswert sind sie sowieso. Wer einmal erfahren hat, wie schön es ist, mit diesen Tieren zu leben, wünscht sich immer einen Windhund in seinem Rudel.

 

Es gibt viele verschiedene Windhunderassen (Saluki, Whippet, Silkenwindsprite Longhaired Whippet, Galgo, Greyhound, Barsoi usw.) Informieren sie sich über die einzelnen Charaktere um heraus zu finden, welcher Windhund zu ihnen passt.

Sie sind nicht geeignet als Wachunde und auch im Hundesport sieht man sie selten. Als Familienhund, der einfach nur bei seinem Rudel sein will, geliebt und verwöhnt wird, oder auf der Rennbahn, fühlt er sich wohl. Windhunde sind die Katzen unter den Hunden, sehr sauber und edel.

Tägliches rennen ist Pflicht, am liebsten mit einem Windhundekumpel. Sie benötigen nicht mehr Spaziergänge als normale Hunde, denn sie geniessen genauso das Sofa und das Bett!